Mittwoch, 13. März 2013

Wo ist die Quest geblieben?

Ja, das ist mal eine gute Frage!
Wo ist die Quest geblieben? Die Ziele?

Eigentlich ist die Quest vom zeitlichen Rahmen noch gar nicht vorbei. Heute ist glaub Tag 28.

Aber ich beende an diese Stelle das Experiment. Aus dem ganz einfachen Grund: was ich erfahren wollte habe ich erfahren. Nämlich was nicht geklappt hat und was funktioniert hat.

33 Tage ohne 

- Fleisch
- Milch/Milchprodukte
- Ei
- Honig
- Industriezucker - Teilerfolg, ich habe mit Rohrohrzucker gebacken und Industriezucker weitestgehend gemieden

33 Tage mit weniger

- Weißmehl/Weißmehlprodukte (ist eine Vollkornvariante ohne Weizen verfügbar, bekommt diese immer den Vorzug) 

FAIL! Ich konnte meinen leckeren Bioland-Bäcker-Brezeln nicht wiederstehen. Wenn es Vollkorn gab, nahm ich Vollkorn, aber wenn es keine gab, nahm ich statt eines anderen Vollkornproduktes die normale Brezel! Auch bei Nudeln wurde ich schwach. Spaghetti! Ein Laster braucht der Mensch!
 

33 Tage mit mehr

- Sport (Minimum 3 mal pro Woche 1 Stunde zusätzlich zu den fünf Tibetern jeden Morgen) 


Teilerfolg. Ja, definitiv 3 mal und öfter pro Woche Sport getrieben, aber bei den fünf Tibetern hab ich manchmal schleifen lassen, wenn meine morgendliche Aufstehroutine durcheinander geraten war. Mal überdenken, ob das was für eine Abendroutine wäre.

FAZIT: 

Der Verzicht auf Milch/Eier/Honig fiel wesentlich leichter als gedacht und ging nach anfänglicher Planungsblockade schnell in Fleisch und Blut über (ha ha!). 
Ja, manchmal hätte ich Lust auf Käse! Aber ich überlebe es bestens ohne. 
Eier fehlen mir seltsamerweise gar nicht und Honig wird bestens durch Agavendicksaft ersetzt.
Milch als Getränk oder für Müsli und Co. wird durch Mandelmilch, Hafermilch, Soja-Vanille oder Soja-Schokomilch ersetzt.
Auch hier hätte ich geglaub, daß der Verzicht schwerer fällt.

Weizen/Weißmehl. Vor einem halben Jahr schwebte das Damoklesschwert einer vermuteten Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) über mir.
Als ich dann das erlösende Ergebnis bekam, daß sich diese Vermutung nicht bestätigt hatte, war ich der glücklichste Mensch der Welt, weil ich all diese tollen Weizenprodukte essen darf!
Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer hier zu verzichten.
Ich hatte mich schon mit dem Gedanken abgefunden mein Leben lang keine Brezel und keine normalen Nudeln mehr zu essen. Und das war viel schlimmer als der Verzicht auf Tierisches.

Und was leite ich für mich daraus ab?

Ich werde versuchen meine Ernährung weiterhin weitestgehend vegan zu gestalten. Ich möchte mir selbst aber die Hintertür offen lassen, mir Ausnahmen zu genehmigen, wenn es der Job oder ein Familienfest mit sich bringt.
Ob ich diese Hintertürchen dann auch nutze, weiß ich noch nicht.

Zur Belohnung habe ich mir dann gestern noch ein veganes Kochbuch bestellt.

Vegan lecker lecker: raffinierte Köstlichkeiten der veganen Cuisine

Somit muß ich sagen, auch wenn nur ein kleiner Teil erfüllt wurde, war dies doch für mich der wichtigste Teil und der, der mir wirklich am Herzen lag.
Somit bin ich sehr glücklich über das kleine Experiment und dessen Ausgang.


 
 

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