Dienstag, 12. Februar 2013

Furcht!


Füttert man eine Suchmaschine mit dem Wort VEGAN und schaltet auf die Suche nach Bildern, bekommt man sehr viele Logos verschiedener Organisationen angeboten, meist in ansprechendem Grün oder die Cover von Büchern, die das Thema behandeln.
Gleicher Versuch mit dem Wort VEGETARISCH führt zu einer nicht enden wollenden Anzeige leckerst aussehender, bunter Gerichte.
Nur ganz vereinzelt ein Cover oder ein Logo.

Was lässt sich ohne weitere empirische Studien daraus ableiten?
Ist VEGETARISMUS ein Ernährungsthema und VEGANISMUS eine politische Ansicht?
Es hat ganz den Eindruck.
Da suggeriert einem doch schon der Kontext in dem diese Begriffe in unser World Wide Web eingebettet sind, daß es beim Veganismus nicht primär um Genuß und Gesundheit geht, sondern um eine viel größere Sache.
Dem kann ich, soweit ich es als (noch) Aussenstehender beurteilen kann, absolut zustimmen.

Aber mal ehrlich, sind wir nicht alle ein klein wenig hedonistisch veranlagt und haben wir das Streben nach der Maximierung unseres Genusses nicht bereits mit den Muttermilch zu uns genommen.
Da fällt es vielen erst mal schwer auszuloten, auf wieviel Bequemlichkeit, Komfort und vermeindlichen Genuß man bereit ist zu verzichten, wenn einen die Erkenntnis, dass in unserer Welt irgendwas ganz massiv falsch läuft, erst mal gepackt hat.

Das bringt mich zum Titel meines ersten Blog-Eintrages der zugegebenermaßen nicht sonderlichen einladend wirkt auf den ersten Blick.

Aber Furcht ist genau das Gefühl, dass sicherlich die meisten im Laufe der Zeit verspürt haben, die sich auf den Weg der fleischfreien Ernährung und aller weiteren Schritte begeben haben. Die Furcht auf so viele leckere Dinge ein Leben lang zu verzichten, die Furcht dann doch wieder Fleisch zu essen, obwohl man weiß, dass es sich dabei um fühlende Wesen handelt. Die Furcht, wie das Umfeld reagiert, der Partner, die Eltern, die Kollegen, die Nachbarn, der Metzger.

Aber neuerdings gibt es ja die Alicia Silverstones und Attila Hildmanns, die uns genau diese Furcht nehmen wollen. Und uns zeigen wollen, daß vegane Lebensweise eine Bereicherung darstellt und keineswegs ein Leben in Verzicht und Askese bedeutet.
Ja, ich hab den "Hildmann" hier liegen, und ja er war die Inspiration mich für einen zeitlich begrenzten Rahmen auf ein veganes Experiment einzulassen, wie es im Moment halb Deutschland tut.

Drum Augen zu (oder lieber Augen auf!) und durch!

1 Kommentar:

  1. fürchte kein Unbill! Ich bin bei Dir und der Matcha wird Dich erquicken!
    So oder so ähnlich!
    Wäre Abenteuerlust nicht netter? Furcht brauchen wir nicht. Es macht Spaß, wirst sehen.
    Liebe Grüße und go vegan!
    :-)

    AntwortenLöschen