Samstag, 16. Februar 2013

2. Tag vegan - die Firmenfeier

Und wieder bleiben spektakuläre und spannende Berichte aus.

Den Tag habe ich mit klassischen Bananen-Apfel-Joghurt-Frühstück und einer doppelten Portion Sandwich zu Mittag gut überstanden.

Gegen 19 Uhr war es dann endlich soweit und da Buffet für die Firmenfeier war fertig aufgebaut.
5 von diesen Gastro-Warmhaltebehälter standen hübsch, glänzend aufgereiht.
Ob da wohl irgendwo Gemüse drin ist? Ob es hoffentlich noch nicht in einer Soße deren Inhalt ungewiss ist ertränkt wurde!
Doch ich wurde enttäuscht. 4 Tröge Fleisch. Ein carnivores Fingerfood-Paradies.
Aber immerhin in einem Behältnis, waren Ofenkartoffeln. Zum Glück einzeln verpackt, ohne Butter oder sonst was dran.
Am Salatbuffet standen Kartoffelsalat (natürlich schwäbisch mit Fleischbrühe angemacht), Karottensalat in einem Dressing, das auf die Verwendung von Milchprodukten schliessen ließ, und gemischter Salat mit Essig-Öl-Dressing.

Somit landete auf meinem Teller:
Eine Ofenkartoffel, Salat, ein Brötchen.
Joa, das war jetzt nicht so toll und vor allem sehr kohlenhydratlastig, aber nach einem 10 stündigen Tag im Büro hatte ich einfach hunger, so daß ich mich sogar über die trockene Kartoffel irgendwie freute. Ich hatte mich auf Salat und Brötchen eingestellt.

Spannend war, daß meine zwei vegetarischen Koleginnen, sich ohne weiteres über den Kartoffelsalat hermachten, sich auch beide beschwerten, er würde zu stark nach Fleischbrühe schmecken, aber ihn dennoch aßen.

Auf die Frage, ob ich den Kartoffelsalat wegen der Fleischbrühe nicht esse erwiderte ich nur ein schlichtes: Ja!

Daß ich keinen Kräuterquark auf dem Teller hatte fiel einer der beiden auch auf, aber der Zusammenhang, daß ich wohl ganz auf tierisches Verzichten möchte wurde noch nicht hergestellt.
Mal sehen wie lange es dauert.
In Ermangelung von Restaurants, in denen ich mittags vegan essen könnte, werde ich künftig die meisten Mittagspausen mit den Kolleginnen in unserem Aufenthaltsraum verbringen. Irgendwann wird es auffallen.

Zwei andere Kollegen wissen bescheid. Mein Schreibtischnachbar und mein früherer Schreibtischnachbar.
Als wir bei einem Mittagessen über vegetarische Ernährung sprachen, hatte ich erwähnt, daß ich mich in der Fastenzeit komplett ohne tierische Produkte ernähren werde und sie sich nicht wundern sollen, wenn ich nicht mehr so oft an ausserhäusigen Mittagessenausflügen teilnehmen werde.

Gratualation wer diesen unspannenden Bericht bis hierher gelesen hat.

Vielleicht wird es an Tag 3 spannender. Da muß zumindest eingekauft und gekocht werden.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen